Seite auswählen

FriedhofIm letzten Blogbeitrag ging es darum, was Menschen sagen, wenn sie nach einem gelingenden Leben in der Zukunft gefragt werden. Heute geht es darum, was sie in der Rückschau auf ihr gelebtes Leben sagen. Das Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ der australischen Palliativkrankenschwester Bronnie Ware hat bei seinem Erscheinen in der englischen Originalfassung 2012 viel Wirbel ausgelöst. Auch die deutsche Fassung von 2013 erhielt viel Resonanz. Es lohnt sich, wieder an die 5 Dinge zu erinnern:

1. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarten.
2. Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
3. Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
4. Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.
5. Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt.

Wieder sind es ähnliche Themen, wie in Lebensqualitätsprozessen: Freunde, authentisch leben, nicht so viel arbeiten usw. Und wieder stellt sich die Frage: Warum tun Menschen nicht das, was ihnen wichtig erscheint? Weil es andere auch so machen? Warum sind sie nicht mutiger? Sind sie so im Alltagstrott verhaftet? Ist das Fleisch zu schwach? Braucht es mehr Orte, an denen sich Menschen darüber austauschen können, was ihnen wichtig ist? Braucht es eine andere gesellschaftliche Erzählung, die mehr von dem zulässt, was für Menschen wirklich zählt?

Translate »