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Frankfurt, was zählt 2016„Schöne Aussichten – Forum für Frankfurt“ ist das Projekt, in dem ich in den letzten drei Jahren besonders stark involviert war. Hier haben wir die Forschungserkenntnisse des Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt in der Praxis erprobt. Wie funktioniert ein Dialog über Lebensqualität mit möglichst vielen unterschiedlichen Menschen? Lassen sich die Erkenntnisse zu verständlichen Zukunftsvisionen zusammenfassen? Finden sich Indikatoren, die zu diesen Visionen passen? Und lassen sich die Ergebnisse mit wirksamem Handeln verbinden? Alle vier Schritte dieses Lebensqualitätsprozesses haben nach meiner Einschätzung gut funktioniert, auch wenn die direkte Anbindung an staatliches Handeln in diesem Ehrenamtsprojekt natürlich fehlt. So ist eine Verbesserung der Lebensqualität der Menschen möglich. So lässt sich Zukunft gestalten. Auf der Webseite zu Schöne Aussichten kann sich jeder selbst ein Bild davon machen – und bei Interesse kopieren.

Die Kommunalwahl am vergangenen Wochenende war für das Projektteam Anlass, eine Veranstaltung zu organisieren. Vor dem Hintergrund der Visionen und Indikatoren sollten Wünsche der Bürger an die nächste Stadtregierung formuliert werden. Dazu haben wir gemeinnützige und ehrenamtliche Projekte gebeten, ihre Erfahrungen mit den über 100 Teilnehmern zu diskutieren. Zum Abschluss wurden Wünsche an die Politik formuliert, die wir nun den Partei- bzw. Fraktionsvorsitzenden geschickt haben. Hier ein Auszug, mehr Bilder und Text finden sich in der Dokumentation zur Veranstaltung:

  1. Die Stadt hilft dabei, Lagerdenken zu überwinden und schafft Rahmenbedingungen für das bessere Zusammenwirken von städtischen und anderen Akteuren zu sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Themen.
  2. Die Stadt ermöglicht ihren Führungskräften vielfältige Vernetzungen in das städtische Umfeld, damit sie Aktivitäten und Logiken von Wirtschaft und Zivilgesellschaft besser in ihrer eigenen Arbeit berücksichtigen können und selbst als zentrale Akteure und Multiplikatoren identifizierbar und ansprechbar sind.
  3. Alle städtischen Projekte werden darauf überprüft, ob sie Integration und Begegnung zwischen verschiedenen Gruppen fördern. Aktivitäten, bei denen das der Fall ist, erhalten besondere Aufmerksamkeit und Förderung.
  4. Die Stadt ermutigt und unterstützt die Einwohner, auf ihre Nachbarn zuzugehen. Und sie achtet darauf, dass genug (halb)öffentlicher Raum für Begegnungen der Menschen zur Verfügung steht.
  5. Die Stadt bewahrt Räumlichkeiten für bürgerschaftliches Engagement in Vereinen und Initiativen und schafft leicht zugängliche und sichtbare Anlaufstellen für Bürger.
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